Geschichte des Zweckverbandes

Als im Jahr 1963 die Gemeinden Sulzemoos und Wiedenzhausen den Beschluss fassten, eine gemeinsame Wasserversorgung für ihre Bürger zu bauen und im Jahr 1964 bei Sulzemoos der erste Tiefbrunnen gebohrt wurde, dachte noch niemand daran, dass aus diesen beiden Gemeinden der heutige große Zweckverband Sulzemoos-Arnbach entstehen würde. Der Verband, im Westteil des Landkreises Dachau gelegen, erstreckt sich heute im Westen von Odelzhausen bis hinter Markt Indersdorf nach Häusern, Daxberg und Zillhofen im Nordosten, also bis an die Gemeindegrenze von Weichs und Vierkirchen.

Im Norden reicht er von Kleinberghofen, Schluttenberg, Happach bis Brand und im Süden bilden das Gewerbegebiet GADA an der Autobahn A8 mit den Orten Lauterbach, Einsbach, Hilpertsried, Ober- und Unterwinden die Grenzlinie des Verbandsgebietes.

 

Am 18. Januar 1967 haben die Gemeinden Sulzemoos, Wiedenzhausen, Lauterbach, Eisolzried, Großberghofen, Welshofen, Eisenhofen, Sittenbach, Höfa und Einsbach für die Weiler Winden und Hilpertsried den Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Sulzemoos gegründet. Am 5. Oktober 1967 hat die erste Verbandsversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft stattgefunden. Noch im Herbst des Jahres 1967 beantragte die Gemeinde Einsbach den Austritt aus dem Zweckverband, der zum 1. Januar 1969 erfolgte. Die Gemeinden Höfa und Sittenbach waren vor der Gebietsreform Teile des Landkreises Friedberg; diese beantragten ebenfalls ihren Austritt aus dem Zweckverband Sulzemoos und wurden im November 1968 entlassen. Diese beiden Gemeinden schlossen sich der uns im Westen benachbarten Adel-burggruppe an. Dies ist bis heute unverändert geblieben. Bereits im Winter 1967/68 wurde, bedingt durch die Errichtung einer großen Verbandsschule in Erdweg, mit der Planung des Bauabschnittes I im Raum Großberghofen-Erdweg begonnen.

Der Bauabschnitt II begann 1970 mit einer Vorausbaumaßnahme der Gemeinde Eisolzried. Im Anschluss daran erfolgte der Bau einer Ringleitung bis Wiedenz-hausen mit Anschluss der Ortsnetze Lauterbach und Sulzemoos. Die Orte Erdweg und die Siedlung Großberghofen wurden ebenfalls im Bauabschnitt II angeschlossen. Die aufwändigste Baumaßnahme aber war die Erstellung des heute noch in Betrieb befindlichen Hochbehälters mit 3000 m³ Volumen bei Deutenhausen. Er steht auf dem höchsten Punkt im Landkreis Dachau

(556,70 Meter über dem Meeresspiegel)

Am 6.9.1972 nahm der Zweckverband Sulzemoos den kleineren Nachbarver-band Arnbach-Ried auf und trägt seitdem den Namen „Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Sulzemoos – Arnbach“, mit dem Geschäftssitz in Sulzemoos. Damals war der Verband noch im alten Schulhaus an der Kirchstraße 3 untergebracht. Wegen der nicht mehr den neuzeitlichen Anforderungen genügenden Räume, hauptsächlich wegen der beengten Verhältnisse, zog die Geschäftsstelle dann im Juni 2012 in das neu erbaute Rathaus von Sulzemoos um.

 

Der Zweckverband konnte im Sommer 1972 die Ortschaften Eisenhofen, Ottmarshart, Ried und Frauenhofen an die öffentliche Wasserversorgung anschließen. Diese Maßnahme gehörte, ebenso wie der Anschluss von Orthofen und Hof, zum dritten und letzten Bauabschnitt. In dessen Rahmen wurden auch die Orte Unterweikertshofen und Guggenberg angeschlossen und als Vollmit-glieder in den Zweckverband aufgenommen.

 

Ende 1976 konnten die Baumaßnahmen endgültig abgeschlossen werden und am 13. April 1977 fand die Einweihung statt. Zum 1. Juli 1983 wurden aus der Gemeinde Erdweg die Ortsteile Kleinberghofen, Schluttenberg, Happach und Brand als Vollmitglieder aufgenommen.

 

In den Jahren von 1982 bis 1992 wurden Neuanschaffungen getätigt, bestehende Anlagen saniert, auf den neuesten Stand der Technik gebracht und mit einer Fernwirkanlage ausgestattet. Diese ermöglicht einen automatischen Betrieb der Tiefbrunnen und des Hochbehälters, je nach benötigter Wassermenge.

Leitwarte

Leitwarte im Betriebsgebäude in Großberghofen

 

Wie schon damals, steuert auch heute ein modernes, computergestütztes  Prozessleitsystem die Brunnen- und Hochbehälterpumpen, misst Wasserstände, meldet Störungen und führt die notwendige Dokumentation durch.

 

Die Ortsteile Einsbach, Hilpertsried, Ober- und Unterwinden aus der Gemeinde Sulzemoos wurden Ende 1992 als Vollmitglieder in den Zweckverband aufgenommen.

 

Im Jahr 1993 wurde der bis dahin betriebene Brunnen IV in Arnbach durch einen wenige Meter daneben liegenden neuen Brunnen ersetzt, welcher bis heute als „Brunnen VI“ Wasser in hoher Menge und hervorragender Qualität liefert.

 

Auf Antrag der Gemeinde Odelzhausen wurden seit Dezember 1998 die Ortsteile Odelzhausen, Dietenhausen, Lukka, Todtenried, Taxa und Essenbach als Wassergäste vom Zweckverband mit Trinkwasser beliefert. Dies bedeutet, dass der Zweckverband in das Gebiet Wasser liefert, der ursprüngliche Wasserversorger aber für diesen Bereich weiterhin für das Rohrleitungsnetz und die Abrechnung der Beiträge und Gebühren zuständig bleibt.

 

Aus der Gemeinde Bergkirchen wird seit Mai 2003 der Ortsteil Kreuzholzhausen als Wassergast vom Zweckverband mit Trinkwasser beliefert.

 

Nachdem der damalige Brunnen III bei Sulzemoos zunehmend unergiebig wurde und eine Sanierung nicht mehr erfolgversprechend war, wurde im Oktober 2004 im Buchwald bei Sulzemoos der neu errichtete Brunnen VII seiner Bestimmung übergeben. Der Brunnen III wurde außer Betrieb genommen und im Jahr darauf verfüllt.

 

Inbetriebnahme Brunnen VII

Inbetriebnahme des Brunnens VII durch den Verbandvorsitzenden Gerhard Hainzinger (Bildmitte), Geschäftsleiter Dieter Schwantner (2.v.r.) und die technischen Angestellten Simon Eichner und Josef Hofbauer (rechts und links außen)

 

Ab dem 1. Januar 2007 wurden die Ortsteile von Odelzhausen, welche bis zu diesem Zeitpunkt als Wassergäste beliefert wurden, als Vollmitglieder in den Zweckverband aufgenommen.

 

Auf Antrag des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Wenigmünchen-gruppe wird der Ort Ebertshausen ab dem 1. Juli 2011 vom Zweckverband Sulzemoos – Arnbach als Wassergast mit Trinkwasser versorgt.

 

In den Jahren 2011 und 2012 wurde in das Leitungsnetz eine Überwachungs-anlage zur Durchflusskontrolle eingebaut. Diese dient zur Früherkennung von Wasserverlusten bei Schäden in den Rohrleitungen.

 

Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in der Gemeinde Odelzhausen wurde im Jahr 2014 eine 3,1 Kilometer lange Verbundleitung mit einem Durchmesser von 300 mm von Wiedenzhausen nach Odelzhausen errichtet. Dadurch wurde für die Zukunft eine dauerhafte, den zukünftigen Anforderungen gewachsene Versorgung für Odelzhausen geschaffen.

 

Das Verbandsgebiet

Grossansicht in neuem Fenster: WZV Sulzemoos Verbandsgebiet